Bargeld, Karte oder PayPal: Wie in Berlin heute auf dem Flohmarkt und online bezahlt wird

Hände an einem Flohmarktstand reichen eine Münze über einen Tisch mit Schallplatten und Kleinkram, im Hintergrund unscharfe Besucher auf einem Berliner Platz, natürliches Tageslicht

Ein Sonntag auf dem Flohmarkt am Arkonaplatz beginnt für viele mit einem Gang zum Geldautomaten. Kleine Scheine, eine Handvoll Münzen, dann kann es losgehen. Doch das Bild an den Ständen verändert sich. Immer öfter zieht jemand das Handy aus der Tasche und fragt: Geht auch PayPal? Wir haben uns angesehen, wie in Berlin heute auf dem Flohmarkt und im Netz bezahlt wird.

Bargeld bleibt König am Stand

Auf dem Flohmarkt ist Bargeld nach wie vor das wichtigste Zahlungsmittel. Viele Verkäufer sind Privatleute, die einmal im Monat ihren Keller ausräumen, und haben weder Kartenleser noch Lust auf Gebühren. Dazu kommt das Handeln: Mit Scheinen in der Hand lässt sich ein Preis leichter verhandeln als mit einem Terminal. Wenn Sie Ihr Budget im Blick behalten wollen, hilft Bargeld ebenfalls, wie wir in unserem Beitrag zum budgetfreundlichen Einkaufen beschreiben. Wenn der Geldbeutel leer ist, ist Schluss.

Unser Tipp: Nehmen Sie kleine Scheine und Münzen mit. Mit einem Fünfziger für eine Tasse für zwei Euro machen Sie sich am Stand keine Freunde, besonders am frühen Vormittag, wenn die Kasse noch leer ist.

Kartenleser und Handyzahlung an professionellen Ständen

Bei Händlern, die jede Woche da sind, sieht es anders aus. Wer Möbel, Lampen oder Schallplatten in größerer Zahl verkauft, hat heute oft ein kleines Kartenterminal dabei, das per Bluetooth mit dem Smartphone verbunden ist. Damit lassen sich girocard, Kreditkarte und das Bezahlen per Handy annehmen. Für Käufer ist das praktisch, wenn der Preis für eine Kommode höher liegt als das Bargeld im Portemonnaie.

Manche Verkäufer nehmen auch PayPal an, meist über die Funktion zum Senden an Freunde. Das ist bequem, hat aber einen Haken: Bei Zahlungen an Freunde und Familie greift der Käuferschutz nicht. Auf dem Flohmarkt, wo Sie die Ware vor sich sehen, ist das meist kein Problem. Bei größeren Beträgen oder Käufen, die erst später geliefert werden, sollten Sie aber die Variante mit Käuferschutz wählen.

Vom Stand ins Netz

Was auf dem Flohmarkt noch Ausnahme ist, ist im Internet Alltag. Beim Onlineshopping, auf Kleinanzeigen-Portalen oder beim Ticketkauf zahlen viele Berliner am liebsten mit PayPal. Der Dienst ist schnell, und die Bankdaten bleiben beim Händler verborgen. Auch beim Spielen um Geld im Netz ist PayPal gefragt, allerdings nur dort, wo es legal ist. Seit dem Glücksspielstaatsvertrag von 2021 brauchen Anbieter dafür eine Erlaubnis der Gemeinsamen Glücksspielbehörde, und PayPal arbeitet nur mit zugelassenen Anbietern zusammen. Wer wissen möchte, wie schnell Gewinne zurück aufs Konto kommen und welche Bedingungen dabei gelten, findet in der Übersicht der Berliner Morgenpost zur Online Casino PayPal Auszahlung einen Vergleich der lizenzierten Anbieter. Viele Anbieter zahlen bevorzugt auf die Methode aus, mit der eingezahlt wurde, und prüfen vor der ersten Auszahlung die Identität.

Verkaufen mit digitalen Zahlungen

  • Bei Bargeld genug Wechselgeld mitbringen und Scheine im Zweifel prüfen
  • Kartenleser: Gebühren pro Zahlung einrechnen, bei kleinen Beträgen lohnt sich das kaum
  • PayPal-Zahlungen erst als erhalten werten, wenn sie in der App bestätigt sind
  • Größere Verkäufe nicht nur per Screenshot einer Zahlung abschließen

Berliner Flohmärkte im Vergleich

Der Arkonaplatz ist nicht der einzige Markt, auf dem sich die Zahlungsgewohnheiten ändern. Auf dem Mauerpark, am Boxhagener Platz oder vor dem Rathaus Schöneberg ist die Mischung ähnlich: private Verkäufer mit Bargeldkasse, professionelle Händler mit Kartenleser. Einen Überblick über die Märkte der Stadt mit Lage und Öffnungszeiten finden Sie bei visitBerlin. Für den Bummel gilt überall dieselbe Faustregel: Bargeld dabeihaben und im Zweifel fragen.

Kleine Etikette beim Bezahlen

Am Stand zählt nicht nur die Zahlungsart, sondern auch der Umgang. Fragen Sie vor dem Handeln, ob der Verkäufer überhaupt mit Karte oder PayPal einverstanden ist, statt erst beim Bezahlen das Handy zu zücken. Wenn Sie per App zahlen, zeigen Sie die Bestätigung kurz vor, damit beide Seiten sicher sind, dass das Geld angekommen ist. Und wenn ein Verkäufer nur Bargeld nimmt, ist das sein gutes Recht.

Umgekehrt gilt für Verkäufer: Schreiben Sie auf ein kleines Schild, welche Zahlungsarten Sie annehmen. Das spart Diskussionen und zieht Kunden an, die kein Bargeld dabeihaben. Wer regelmäßig verkauft, legt sich am besten eine feste Routine zu: Kasse zählen vor dem Start, digitale Zahlungen in einer Liste notieren und am Abend beides abgleichen. Am späten Nachmittag, wenn die Stände abgebaut werden, wird übrigens am besten gehandelt, egal ob mit Münzen oder per App.

Spielen mit Grenzen

Ob auf dem Flohmarkt oder im Netz: Ein festes Budget schützt vor bösen Überraschungen. Beim Glücksspiel gibt es dafür zusätzlich gesetzliche Regeln. Teilnehmen darf nur, wer 18 Jahre alt ist. Für alle erlaubten Anbieter zusammen gilt ein Einzahlungslimit von 1.000 Euro im Monat, und über die Sperrdatei OASIS können Sie sich selbst sperren lassen. Wenn Sie merken, dass aus Spaß Druck wird, holen Sie sich Hilfe bei einer Beratungsstelle in Berlin.

Fazit: Bargeld einpacken, Handy nicht vergessen

Auf dem Flohmarkt am Arkonaplatz zahlen Sie am besten weiterhin bar, am liebsten mit kleinen Scheinen. Bei größeren Käufen und professionellen Händlern klappt es oft auch mit Karte oder PayPal. Im Netz gelten andere Gewohnheiten, aber dieselbe Vorsicht: Achten Sie darauf, wem Sie Ihr Geld schicken.

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